Google ordnet KI-Führung neu: Hassabis wird Vorsitzender, Jeff Dean tritt ab
Google hat die Leitung seiner KI-Einheiten umstrukturiert: DeepMind-Chef Demis Hassabis wechselt in eine Vorsitzenden- und Beraterrolle, während Jeff Dean das Unternehmen verlässt, um ein eigenes Forschungsunternehmen zu gründen. Die Neuordnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Wettbewerber bei Frontier-Modellen vorangehen und Googles Marktwert kurzfristig reagierte.
- Demis Hassabis wechselt von DeepMind-CEO zu Vorsitzendem und Alphabet-Chefwissenschaftler.
- Koray Kavukcuoglu übernimmt die tägliche Leitung der Frontier-Modell-Entwicklung (u. a. Gemini 4).
- Jeff Dean verlässt Google und gründet die PBC Discovery Loop zur Automatisierung wissenschaftlicher Forschung.
- Weitere ehemalige Google-Forscher (u. a. Sanjay Ghemawat, Oriol Vinyals, Quoc Le) sind beteiligt.
- Gemini-3.5-Pro-Verzögerungen und Abwanderungen von Forschern setzen Google unter Druck.
- Aktien reagierten kurzfristig negativ (etwa 4 % Rückgang).
Google hat seine Führungsstruktur im Bereich künstliche Intelligenz umgestaltet. Demis Hassabis, bislang CEO von DeepMind, wechselt in eine Rolle als Vorsitzender und wird zudem als Chefwissenschaftler für Alphabet tätig sein.
Die operative Verantwortung für die Entwicklung von Frontier-Modellen geht an Koray Kavukcuoglu, der als CTO und Senior Vice President die tägliche Steuerung übernimmt. Zu den anstehenden Projekten zählt unter anderem die Arbeit an Gemini 4.
Hassabis will sich in seiner neuen Aufgabe auf strategische Fragen rund um AGI konzentrieren, DeepMind beraten und die Aktivitäten von Isomorphic Labs im Bereich Wirkstoffforschung weiterführen.
Parallel dazu verlässt Jeff Dean Google nach mehr als 25 Jahren, um die Public Benefit Corporation Discovery Loop zu gründen. Ziel dieses Projekts ist es, wissenschaftliche Forschung durch Automatisierung zu beschleunigen.
An Deck bei Discovery Loop sind mehrere bekannte ehemalige Google-Forscher, darunter Sanjay Ghemawat, Oriol Vinyals und Quoc Le, was dem Vorhaben technisches Gewicht verleiht.
Die Umstrukturierung fällt in eine Phase, in der Google mit Verzögerungen bei Gemini 3.5 Pro und der Abwanderung von Spitzenkräften konfrontiert ist; Anleger reagierten kurzfristig mit einem Kursrückgang von rund vier Prozent.
Obwohl die Veränderungen Führungswissen bündeln sollen, bleibt die zentrale Frage, ob Google damit seine Forschungsstärke und Ausführungsgeschwindigkeit gegenüber Mitbewerbern aufrechterhalten und ausbauen kann.