1,4 Billionen-Dollar-Streit: Jugendschutzklage gegen Meta beginnt in Oakland
In Oakland startet ein sechswöchiger Prozess, in dem vier US-Bundesstaaten Meta vorwerfen, Instagram und Facebook gezielt so gestaltet zu haben, dass sie junge Nutzer an die Plattform binden und dabei Gefahren für Kinder in Kauf nehmen. Gefordert werden technische Änderungen und Milliardenstrafen; Meta nennt einen möglichen Schaden von 1,4 Billionen US-Dollar.
- Klagen von Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey gegen Meta wegen Jugendschutz und Datennutzung
- Meta schätzt mögliche Strafen auf 1,4 Billionen US-Dollar; Kaliforniens Anwalt nennt 193 Milliarden als realistischere Zahl
- Gerichtliche Forderungen reichen bis zu Änderungen an Produktfunktionen wie Endlos-Scrollen und Push‑Benachrichtigungen
- Sechswöchiger Prozess in Oakland mit ungewöhnlichem achtköpfigen Beratergremium; Richterin trifft das endgültige Urteil
- Ein weiteres Gerichtsurteil gegen Meta könnte Präzedenzwirkung für Regulierer und zahlreiche Kläger haben
['Vor einem Bundesgericht in Oakland beginnt ein umfangreicher Prozess gegen Meta: Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey werfen dem Konzern vor, Facebook und Instagram bewusst so entwickelt zu haben, dass junge Menschen länger an die Dienste gebunden werden — trotz bekannter Risiken für Minderjährige.', 'Meta hat intern eine mögliche Haftung in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar genannt, eine Summe in etwa entsprechend der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Vertreter Kaliforniens sehen deutlich geringere Schadenssummen und nannten vor Gericht 193 Milliarden Dollar als plausibleren Wert.', 'Die Kläger verlangen nicht nur finanzielle Sanktionen, sondern auch konkrete Produktänderungen: etwa strengere Alterskontrollen, das Abschaffen oder Einschränken von Endlos‑Scrollen und Push‑Benachrichtigungen sowie die Löschung von Modellen, die mit Daten von Kindern trainiert wurden.', 'Der Prozess ist auf sechs Wochen angesetzt und arbeitet mit einer ungewöhnlichen Verfahrenskonstellation: Ein achtköpfiges beratendes Gremium gibt eine Empfehlung, das Urteil fällt jedoch durch die zuständige Richterin Yvonne Gonzalez Rogers. Auf der Zeugenliste steht auch der Konzernchef.', 'Das Verfahren ist bedeutsam, weil es die Debatte über Jugendschutz bei sozialen Plattformen von politischen Diskussionen in die konkrete Produktgestaltung verlagern könnte. Schon in diesem Jahr hat Meta vor Gericht Niederlagen in ähnlichen Fällen erlitten; ein weiterer Präzedenzfall würde Regulierern und Klägern neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen.']